BB Sciora Oliva
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Caffè Svizzero nel 1960La Sciora Oliva con Titti e LilliErus con il giovane MinoCaffè svizzero nel 1925

Das B&B La Sciora Oliva entstand in dem Gebäude, das einst das alte Caffè Svizzero (wörtlich: Schweizerisches Cafè) beherbergte. Von 1867 bis 1985 wurde es von der Familie Persenico geleitet.

Der Gründer, Giovan Pietro, lernte zuerst erstmal die Kunst der feinen Konditorei in der Schweiz und in Frankreich und eröffnete dann das Gasthaus mit Unterkunft Caffè Svizzero zu Ehren seiner schweizerischer Frau Maria Wasescha.

Die Tradition wurde mit dem Sohn Giacomo weiter geführt, der - wie der Vater – eine Ausbildung im Engadin absolvierte: Er führte das Gasthaus mit Frau Agata Gasparin weiter und wandelte es in ein Cafè mit Bar um. 

Der Sohn Ovidio wanderte durch die Welt als Chefkoch und seinen Bruder Erus wurde der natürliche Nachfolger des Cafès, wo er seine Erfahrung in die Tat umsetzen konnte. 

In erster Ehe mit Giuditta Pelfini verheiratet, mit der er seinen Sohn Giacomo (Mino genannt) hatte und in zweiter Ehe mit Oliva Gelmi vereint, aus der Titti und Lilli hervorgingen.

Das Caffè Svizzero wurde bald zu einer renommierten Konditorei mit angeschlossener Werkstatt und – dank der Ausstrahlung von Erus - wurde es auch ein Ort der politischen und kulturellen Zusammenkunft, wo die Idee entstand, die traditionelle Sagra dei Crotti (wörtlich: Fest der “Crotti” - natürliche, in Felsen gebaute Keller) zu organisieren. 

Die Tradition dieses Cafès setzt sich mit Oliva und ihrer Tochter Lilli in den Jahren bis 1985 fort; die Konditoreikunst ist dagegen durch Mino und seinem Sohn Edoardo bis zum Jahre 1998 vertreten. 

Neben dem charismatischen Erus, hat die Sciora Oliva (wörtlich: Frau Oliva) mit ihrer Freudlichkeit und Engagement daran mitgewirkt, dem Cafè seine bekannte Eigenschaft zu verleihen. Diese Eigenschaft ist auch in einem Artikel von Costante Bertelli (Familienfreund und gleichzeitig treuer Gast des Cafès) erzählt: der Artikel wurde in der kulturellen Monatszeitung Alpes (nr. 11/2004) veröffentlicht:

"Im Jahr 1950 identifizierten sich Erus und die „sciora” Oliva mit dem „Caffè Svizzero”.
Wenn man weiter die Dolzinostraße entlang ging, dann kam man in die Piazza Castello (wörtlich: Schlossplatz), wo Chiavenna zu Ende war: Ich meine, es gab niemand, der beim Spazieren weiter ging.
..Kein Mitarbeiter hat die „sciora” Oliva je als „Herrin” angesehen, …stattdessen war die„sciora” Oliva eher eine Schwester oder eine Arbeitskollegin.
… Seit Jahrzehnten erzählt sich das Leben der „sciora” Oliva wie eine Geschichte, die durch Arbeit, Lächeln und Freundlichkeit geschrieben wurde.
Die Geschichte einer Stadt ist nicht nur von großen Persönlichkeiten und Ereignisse bestimmt, sondern auch von täglichen Kleinigkeiten und Einzelwerken, die sich auch in in einem Café ereignen können und im Caffè Svizzero hat die „sciora” Oliva ein ganzes Leben verbracht ."
 

Heute hat Mauro, der Sohn von Lilli, entschieden, diese Tradition fortzusetzen: er hat dieses gastfreundliches B&B eröffnet, im Andenken an die Sciora Oliva.


Mauro con i genitori Lilli e GiulianoLa sciora Oliva alla cassa del Caffè
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